A-Modell Baustelle
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A-Modell A 8 II in Bayern

Das A-Modell A 8 II (AK Ulm/Elchingen – AS Augsburg-West)

Die BAB A 8 ist eine Hauptverkehrsachse von europäischer Bedeutung. Sie verläuft durch die Bun-desländer Baden-Württemberg und Bayern von Karlsruhe über Stuttgart, Ulm, Augsburg und Mün-chen bis nach Salzburg und ist Teil des transeuropäischen Netzes (TEN).

Ihre 4-streifigen, über 60 Jahre alten Abschnitte zwischen Ulm und Augsburg müssen zu Spitzenzeiten ein Verkehrsaufkommen von bis zu 90.000 Fahrzeugen am Tag aufnehmen und sind dem heutigen Verkehr nicht mehr gewachsen. Die Strecke verfügt teilweise über keinen Standstreifen und weist zudem große Steigungen und unübersichtliche Kuppen auf. Dies führt zu häufigen Überlastungen und Staus auf der BAB A 8.

Die Konzessionsstrecke beginnt östlich des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen und endet westlich der Anschlussstelle Augsburg-West. Zwischen Ulm und Augsburg umfasst die Konzessionsstrecke insge-samt 58 Kilometer, von denen der Konzessionsnehmer 41 Kilometer unter Aufrechterhaltung des Verkehrs 6-streifig ausbauen muss. Zusammen mit einem bereits ausgebauten Teilstück von 17 Kilometer Länge ist die Strecke von dem Konzessionsnehmer anschließend 30 Jahre zu betreiben und zu erhalten.

Zu dem bereits ausgebauten, 17 Kilometer langen Teilstück zählt auch ein circa 3 Kilometer langer Abschnitt, welcher unmittelbar östlich des Autobahnkreuzes Ulm/Elchingen in Baden-Württemberg liegt. Dieser kurze Abschnitt wird zusammen mit der restlichen Konzessionsstrecke im Vergabeverfahren, wie in der Abwicklung des Konzessionsvertrags, vom Freistaat Bayern, letztlich vertreten durch die Autobahndirektion Süd, als Bevollmächtigter des Landes Baden-Württemberg, betreut. Die hoheit-lichen öffentlich-rechtlichen Befugnisse und Aufgaben bleiben davon unberührt und werden von der jeweils zuständigen bayerischen oder baden-württembergischen Behörde wahrgenommen.

Neben dem A-Modell-Pilotprojekt BAB A 8 ist die Konzessionsstrecke zwischen Ulm und Augsburg bereits das zweite A-Modell auf der BAB A 8. Das aktuelle ÖPP-Projekt zählt zu den Ausbauvorhaben der zweiten Staffel von Betreibermodellen, die im Juni 2008 durch den damaligen Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee bekanntgegeben wurde. Mit dem Konzessionsbeginn am 1. Juni 2011 ist es damit das erste Projekt dieser Staffel, welches an einen privaten Betreiber vergeben werden konnte.

Im Unterschied zum ersten Pilotprojekt zwischen Augsburg und München erhält der Betreiber als Vergütung nicht die in dem Konzessionsabschnitt tatsächlich anfallende Lkw-Maut, sondern einen Einheitsmautsatz je Lkw und Kilometer, dessen Höhe er im Wettbewerb anzubieten hatte. Zusätzlich erhält der Betreiber eine feste Anschubfinanzierung in Höhe von 75 Millionen Euro (netto).

A-Modell A 8 II in Bayern
Zu dem Projekt A 8 II können Sie einen Steckbrief (folgt) herunterladen.

Der ursprünglich für Januar 2011 geplante Konzessions-/Projektstart hat sich aufgrund des erfolglosen vergaberechtlichen Nachprüfungs- und Beschwerdeverfahrens des zweitplatzierten Bieters (OLG München, Az.: Verg 5/11) auf den 1. Juni 2011 verschoben.

[Quellen: BMVBS und ABDSB]

Weitere Informationen erhalten Sie zudem über die Autobahndirektion Südbayern (ABDSB) sowie den Konzessionsnehmer Pansuevia GmbH & Co. KG.

http://www.abdsb.bayern.de/
(Homepage Konzessionsnehmer folgt)

Im Anschluss an das A-Modell A 8 II in östlicher Richtung befindet sich das erste A-Modell-Pilotprojekt (siehe auch Übersicht A-Modelle). Das Projekt umfasst die Konzessionsstrecke zwischen der Anschlussstelle Augsburg-West und dem Autobahndreieck München-Allach. Bei diesem Projekt ist nach Abschluss der Bauarbeiten am 9. Dezember 2010 die Verkehrsfreigabe erfolgt.

Zur Übersicht der Projekte nach dem A-Modell

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